musica pro pace 2019

»Dieser Krieg ist nicht unser Krieg!« – Friedensrufe der Dreißiger Jahre

© Kienzle | Käthe-Kollwitz-Museum Berlin

"Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden" (Käthe Kollwitz), © Kienzle | Käthe-Kollwitz-Museum Berlin

In den 1930er Jahren etablierten sich in Europa Diktaturen, welche die Befürchtung eines neuen Weltkrieges wachsen ließen. In Literatur, Kunst und Musik kam diese Sorge in vielen Werken zum Ausdruck. Das Konzert stellte daraus eine Auswahl von fünf Werken für Chor a cappella vor.

musica pro pace 2018

»1918«

Maurice Ravel au piano 1912, © Wikimedia

Die drei Werke des Konzertes stehen in Bezug zum Jahr 1918, das das Ende des Ersten Weltkrieges markiert. Der Pianist Ludwig Wittgenstein, der im Kriegsdienst seinen rechten Arm verlor, nutzte das große familiäre Vermögen, Klavierwerke für die linke Hand in Auftrag zu geben. Es entstanden vor allem Kompositionen u.a. von Prokofieff, Hindemith, Korngold, Britten und, als bekanntestes, Ravels Klavierkonzert. Diese Auftragswerke Wittgensteins zeigen, wie er sich der Kriegverwundung moralisch entgegenstellt und die eigene künstlerische Beeinträchtigung überwindet.