musica pro pace 2021

„Dona nobis pacem“ – Friedensmusik für 1945

Statue in der Chapel des King's College in Cambridge

Konzert zum Osnabrücker Friedenstag mit der Messe pour le Jour de la Paix von André Jolivet, Biblische Lieder von Antonin Dvořák und Orgelwerken von Jehan Alain mit Hanna Zumsande (Sopran) und Balthasar Baumgartner (Orgel), Hoher Dom zu Osnabrück / ANMELDUNG ERFORDERLICH

musica pro pace 2019

»Dieser Krieg ist nicht unser Krieg!« – Friedensrufe der Dreißiger Jahre

© Kienzle | Käthe-Kollwitz-Museum Berlin

"Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden" (Käthe Kollwitz), © Kienzle | Käthe-Kollwitz-Museum Berlin

In den 1930er Jahren etablierten sich in Europa Diktaturen, welche die Befürchtung eines neuen Weltkrieges wachsen ließen. In Literatur, Kunst und Musik kam diese Sorge in vielen Werken zum Ausdruck. Das Konzert stellte daraus eine Auswahl von fünf Werken für Chor a cappella vor.

musica pro pace 2018

»1918«

Maurice Ravel au piano 1912, © Wikimedia

Die drei Werke des Konzertes stehen in Bezug zum Jahr 1918, das das Ende des Ersten Weltkrieges markiert. Der Pianist Ludwig Wittgenstein, der im Kriegsdienst seinen rechten Arm verlor, nutzte das große familiäre Vermögen, Klavierwerke für die linke Hand in Auftrag zu geben. Es entstanden vor allem Kompositionen u.a. von Prokofieff, Hindemith, Korngold, Britten und, als bekanntestes, Ravels Klavierkonzert. Diese Auftragswerke Wittgensteins zeigen, wie er sich der Kriegverwundung moralisch entgegenstellt und die eigene künstlerische Beeinträchtigung überwindet.

musica pro pace 2017

Friedensmusik im Reformationszeitalter 1517-1648

Das Zeitalter der Reformation, das 1517 beginnt und mit dem Westfälischen Frieden endet, ist zutiefst von kriegerischen Auseinandersetzungen in Mitteleuropa bestimmt. In diesem mehr als ein Jahrhundert langen Zeitraum entstand eine Fülle von Kompositionen, die den Ruf nach Frieden zum Inhalt haben.

musica pro pace 2016

Mikis Theodorakis, außerhalb der klassischen Musik unter anderem durch die Filmmusik zu Alexis Sorbas bekannt, ist vielleicht der politischste Komponist des 20. Jahrhunderts. Denn nicht nur viele seiner Werke greifen politische und soziale Themen auf, sondern auch er selbst war aktiv in allen denkbaren Bereichen politischen Engagements: als Partisan im 2. Weltkrieg, im Untergrund während der faschistischen Diktatur Ende der 60er Jahre, als Parlamentarier der Linken wie auch der konservativen Nea Demokratia bis hin zur Berufung als Minister ohne Geschäftbereich beim Premierminister.

musica pro pace 2015

1915

»1915«, der Krieg erstreckt sich immer weiter über ganz Europa, Tausende junger Männer sterben auf den Schlachtfeldern. Unter ihnen auch Rudi Stephan, ein junger erfolgversprechender Komponist aus Worms. Er wurde gerade einmal 28 Jahre alt, hinterließ bei seinem Tod jedoch neben zahlreichen Liedern und Kammermusikstücken auch drei Werke für Sinfonieorchester sowie eine Oper. Zeitgenossen sahen in ihm, der auf ganz eigene Weise den Übergang von der Spätromantik in die Moderne gestaltete, eine der großen Hoffnungen für die zeitgenössische Musik.