Modell Costa Rica? – Bildung statt Armee!

Statements und Diskussion mit


José Joaquín Chaverri Sievert
Botschafter a.D. der Republik Costa Rica in Deutschland

Dr. Sebastian Huhn
Politikwissenschaftler, Universität Osnabrück

Dr. Henning Jensen Pennington
Rektor der Universidad de Costa Rica

Gesprächsleitung
Dr. Susanne Müller-Using, Universität Osnabrück


Schule und Erziehung haben in der costa-ricanischen Politik einen hohen Stellenwert. So wurde anlässlich der Abschaffung der Streitkräfte durch die Verfassung von 1949 entschieden, dass der bis dahin für das Militär ausgegebene Betrag, rund 6 % des Bruttoinlandsproduktes, künftig für Schule und Ausbildung vorzusehen sei. Der Bildungsstand ist – bezogen auf Lateinamerika, aber auch im weltweiten Vergleich – relativ hoch und das Schul- und Ausbildungssystem weit entwickelt. In Costa Rica bestehen fünf staatliche und zahlreiche private Universitäten sowie die 1980 von den Vereinten Nationen gegründete University for Peace. Der Präsident des Landes, Óscar Arias Sánchez, der von 1986 bis 1990 sowie von 2006 bis 2010 amtierte, wurde 1987 für seinen Einsatz zur Förderung eines dauerhaften Friedens in Mittelamerika mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Kann Costa Rica mit seinem bildungs- und friedenspolitischen Profil als ein lateinamerikanisches Modell für einen nachhaltig humanistischen gesellschaftlichen Entwicklungsweg gelten? Darüber wurde in der Podiumsdiskussion gesprochen.


7. Juni 2017, 19 Uhr, Aula der Universität, Neuer Graben 29 / Schloss


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