Frieden machen!

Wie Kriege beendet werden und wie Frieden gelingen kann

Statements und Diskussion in Verbindung mit der Tagung »Wendepunkte. Friedensende und Friedensanfang vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Gegenwart« mit

© inclusivepeace

Dr. Dana Landau

Friedens- und Konfliktforscherin, Inclusive Peace & Transition Initiative, Genf

© EPA-Competence Call Center AG

Wolfgang Petritsch

Österreichischer Botschafter a.D. bei den Vereinten Nationen in Genf, ehem. EU-Sonderbeauftragter für den Kosovo und Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Wien

© Auswärtiges Amt

Markus Potzel

Botschafter, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan, Beauftragter für Südasien, 2014-2016 Deutscher Botschafter in Afghanistan

Gesprächsleitung
Prof. Dr. Ulrich Schneckener, Universität Osnabrück


Fast täglich wird über die Kriegsschauplätze in Europas Nachbarschaft berichtet. Weniger im Fokus stehen die Möglichkeiten und Grenzen von Friedens- und Vermittlungsprozessen. Aus Anlass des 370jährigen Gedenkens an den Westfälischen Frieden zu Osnabrück und Münster widmete sich dieses Friedensgespräch dem Thema »Frieden machen«: Wie können Kriege, zumal Bürgerkriege, beendet werden? Welche Wendepunkte und Wege führen zum Frieden? Wie können Friedensprozesse gelingen? Welche Rolle spielen dabei externe, internationale Akteure? Über diese Fragen diskutierten drei Experten aus der politischen Praxis und der Friedensforschung. Ausgehend von konkreten Erfahrungen aus verschiedenen Konflikten (z.B. Westlicher Balkan, Afghanistan, Naher/Mittlerer Osten) sprachen sie über Ansätze und Herausforderungen des internationalen Peacebuilding.

Wolfgang Petritsch ist Österreichischer Diplomat, Politiker und Außenpolitikexperte mit dem Schwerpunkt Südosteuropa – Geb. 1947, von 1999 bis 2002 Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina und von 2002 bis 2008 Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf. Studium der Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft, 1972 Promotion in Wien. 2007 wurde er im Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mit dem Europäischen Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Seit 2013 lehrt er an der Harvard-Universität in den USA »Internationale Politik« und ist Präsident der Austrian Marshallplan Foundation.

Markus Potzel Deutscher Diplomat und Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan, Beauftragter für Südasien – Geb. 1965, von 2014 bis 2016 Botschafter in Afghanistan und von 2016 bis 2017
Krisenbeauftragter im Auswärtigen Amt. 2010 beschäftigte er sich als Gastwissenschaftler bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin mit Studien zu den Beziehungen zwischen Iran und Afghanistan und veröffentlichte das Buch »Iran und der Westen: Chancen für gemeinsames Handeln in Afghanistan?«. Von 2010 bis 2014 Leiter des Referats Mittlerer Osten im Auswärtigen Amt.

Dana Landau Politologin und Friedensforscherin – Geb. 1985, Studium am Kings College London und 2017 Promotion an der Universität Oxford mit den Forschungsschwerpunkten Kosovo, Minderheitenrechte und der Rolle internationaler Organisationen im Wiederaufbau nach dem Krieg von 1999. Arbeitsaufenthalte in Pristina/Kosovo für die Schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (2009) sowie für das UN-Entwicklungsprogramm UNDP (2012). Von 2016 bis 2018 angewandte, vergleichende Forschung zu Friedensprozessen bei der Inclusive Peace & Transition Initiative am »Graduate Institute of International and Development Studies« in Genf.


25. Oktober 2018, 19 Uhr, Aula der Universität, Neuer Graben 29 / Schloss


Bildergalerie

© Osnabrücker Friedensgespräche | Uwe Lewandowski

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