Europa nach dem BREXIT

Podiumsdiskussion mit

© Annette Dittert

Annette Dittert

Auslandskorrespondentin und Filmemacherin, ARD

© privat

Prof. Dr. Anthony Glees

Zeithistoriker und Politologe, University of Buckingham

© European Parliament

David McAllister

Leiter des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Abgeordneter der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament

Gesprächsleitung
Prof. Dr. Wulf Gaertner, Universität Osnabrück


Der damalige britische Premierminister David Cameron gab den Bürgerinnen und Bürgern des Vereinigten Königreichs im Jahre 2016 die Möglichkeit, in einem Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union abzustimmen. Das Ergebnis dieser „Brexit“-Volksbefragung war recht knapp ausgefallen: 52% der Wählerinnen und Wähler stimmte für den Austritt aus der EU, 48 % für den Verbleib. Schottland und Nordirland stimmten mehrheitlich gegen einen Austritt. Welche Konsequenzen ergeben sich aus dieser Mehrheitsentscheidung sowohl für die EU als auch für das UK? Die Europäische Union verliert nicht nur einen bedeutenden Nettozahler, sondern auch einen wichtigen Unterstützer in Fragen individueller Freiheitsrechte. Das Vereinigte Königreich wird sich auf Handelserschwernisse mit den 27 verbliebenen Mitgliedern der EU einstellen müssen. Es hat durch seinen Austritt aus der EU auch die Frage einer „fühlbaren“ Grenze zwischen Irland und Nordirland neu aufgeworfen. Wie ist dieses Problem im Sinne einer alle Seiten zufriedenstellenden Vereinbarung zu lösen? Wird die EU durch den Austritt Großbritanniens innen- wie außenpolitisch geschwächt und das UK mit der neu gewonnenen Unabhängigkeit „von Brüssel“ politisch und ökonomisch gestärkt? Haben wir es mit einer alle Seiten befriedigenden „win-win“ Situation zu tun oder wird eher das Gegenteil der Fall sein?


12. Mai 2022, 19 Uhr, Aula der Universität, Neuer Graben 29 / Schloss

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