Digitale Medien

Wer beherrscht die ›fünfte Gewalt‹?

Statements und Diskussion in Kooperation mit der Niedersächsischen Landeszentrale für Politische Bildung mit

© Osnabrücker Friedensgespräche | Uwe Lewandowski

Anke Domscheit-Berg, MdB

Publizistin und Politikerin, Fürstenberg/Havel

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Julia Krüger

Freie Autorin bei netzpolitik.org und Fellow am Center for Internet & Human Rights der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/ Oder

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Prof. Dr. Bernhard Pörksen

Medienwissenschaftler, Universität Tübingen

Gesprächsleitung
Prof. Dr. Volker Lüdemann, Hochschule Osnabrück, Leiter Niedersächsisches Datenschutzzentrum (NDZ)


»Heute wird deutlich, dass tatsächlich eine neue Macht- und Einflusssphäre entstanden ist, eine fünfte Gewalt, die sich neben die Exekutive, die Judikative, die Legislative und die vierte Gewalt des traditionellen Journalismus schiebt.« Bernhard Pörksen

Mit Blick auf die ›sozialen Netzwerke‹, das Internet und die digitalen Medien überhaupt sind weiterhin große Erwartungen verbunden, es herrscht Goldgräberstimmung, was die kommerziellen Möglichkeiten angeht. Vom Schlagwort ›Digitalisierung‹ geht ein buntes Glücks- und Freiheitsversprechen aus: Worte, Töne, Bilder lassen sich mit einer unbegrenzten Menge Mensch tauschen. Nachrichten, Informationen und Wissen sind frei zugänglich, ebenso alle Arten von Spiel und Unterhaltung.
Von ›Gewalt‹ ist zu reden, wo die mediale Öffentlichkeit sich verändert zeigt: Neue Akteure beanspruchen Aufmerksamkeit, auch Hass und Hetze brechen sich Bahn, bisherige ›Leitmedien‹ verlieren an Vertrauen. Bekommen individuelle Benutzer ein Stück ›Macht‹? Winkt die Emanzipation von paternalistischen Strukturen? Oder müssen Gesetzgebung und Justiz auf den Plan treten, um die gestörte Ordnung wiederherzustellen? Wer beherrscht die digitalen Medien? Ihre Technik ist für den Benutzer ›intuitiv‹ erlernbar: Es braucht kaum mehr als den Finger zum Klick und Wischen über den Bildschirm. Was aber bedeutet ›Medienkompetenz‹? Wie lernen wir zu unterscheiden, was Nutzen und was Schaden ist? Sind wir belehrbar oder lernen wir in der digitalen Welt erst durch eigene Erfahrung?


14. Februar 2018, 19 Uhr, Aula der Universität, Neuer Graben 29 / Schloss


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