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Presseinformation
18. Oktober 2017

 

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Populismus, Demokratie und Frieden

Podiumsgespräch mit Joschka Fischer, Karin Priester und Jan-Werner Müller

Unter dem Titel »Brexit, Trump und ›Populismus‹« findet am Mittwoch, 25. Oktober, 19 Uhr in der Aula der Universität, Neuer Graben / Schloss, das nächste Osnabrücker Friedensgespräch statt. Zu Gast sind der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer sowie die Politologen Karin Priester aus Münster und Jan-Werner Müller von der US-amerikanischen Princeton University. Moderiert wird die Runde von dem Osnabrücker Politikwissenschaftler Prof. Dr. Armin Schäfer.

Befürchtungen über aktuelle politische Ent-wicklungen in Europa und den USA gaben Anlass zu dieser Veranstaltung am Osnabrücker Friedenstag, dem Jahrestag der Verkündung des Westfälischen Friedensschlusses im Jahr 1648 in Osnabrück: Großbritanniens Aufkündigung seiner EU- Mitgliedschaft, Donald Trumps Wahlsieg in den USA und der Aufstieg ›populistischer‹ Parteien und Bewegungen in vielen Ländern beherrschen weiterhin die Debatten. Nicht wenige Beobachter warnen vor Beschädigungen der Demokratie und Gefährdungen des Friedens.

Joschka Fischer amtierte von 1998 bis 2005 als Bundesaußenminister und Vizekanzler im Kabinett Schröder. Als Mitbegründer der GRÜNEN erstmals 1983 in den Bundestag gewählt, war Fischer 1985-1987 Hessischer Staatsminister für Umwelt und Energie, 1991-1994 erneut hessischer Umweltminister, ab 1994 Bundestagsabgeordneter und Fraktionssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag. Seit 2007 berät er deutsche und internationale Großunternehmen. 2014 erschien von ihm das Buch "Scheitert Europa?".

Karin Priester ist Historikerin und emeritierte Professorin mit dem Schwerpunkt Politische Soziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie studierte Romanistik, Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft. Nach Lehrtätigkeiten an der Universität Gießen und der RWTH Aachen kam sie 1980 in die benachbarte Friedensstadt. 2012 veröffentlichte sie die Studie "Rechter und linker Populismus: Annäherung an ein Chamäleon".

Jan-Werner Müller lehrt seit 2005 als Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte in Princeton, New Jersey. Nach seinem Studium in Berlin, Großbritannien und den USA folgten Forschungstätigkeiten und Gastdozenturen an europäischen und US-Universitäten. Von Jan-Werner Müller erschien 2016 die Schrift "Was ist Populismus? Ein Essay".

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einlass ab 18 Uhr. Informationen: www.friedensgespraeche.de.

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.