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Presseinformation
22. September 2016

 

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Deutschland in Europa: eine spanische Perspektive

Friedensgespräch Friedensgespräch am Tag der Deutschen Einheit

Der spanische Jurist und Kulturwissenschaftler Antonio Pau Pedrón wird am Montag, 3. Oktober, 11 Uhr, im Osnabrücker Rathaus den Festvortrag zum Tag der Deutschen Einheit unter dem Titel »Deutschland in Europa: eine spanische Perspektive« halten. Die Gesprächsleitung hat Prof. Dr. Albrecht Weber vom Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität.

Zu dieser Veranstaltung, die im jährlichen Wechsel im Kreiszentrum am Schölerberg und im Rathaus am Markt stattfindet und von den Osnabrücker Friedensgesprächen organisiert wird, laden Stadt, Universität und Landkreis Osnabrück gemeinsam ein.

Pau Pedrón ist hoher Justizbeamter und hat sein Land u.a. bei der Europäischen Union vertreten. Geboren 1953 bei Toledo, wuchs er in Marokko, Deutschland und Frankreich sowie in Madrid auf, wo er das Colegio Alemán besuchte und ein Studium der Rechte mit Doktorat absolvierte.

Pau Pedrón ist Mitglied des Consejo de Estado, des höchsten Beratungsorgans der spanischen Regierung, und der Königlichen Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften. Neben seiner Tätigkeit als Jurist veröffentlichte er Studien u.a. zur deutschen Literatur. 2011 wurde Pau Pedrón mit der Lichtenberg-Medaille der Göttinger Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet.

Die Osnabrücker Festvorträge namhafter Persönlichkeiten aus den Nachbarländern zum Tag der Deutschen Einheit stehen unter dem Motto »Europa sieht Deutschland«. Spanien ist für Deutschland ein wichtiger Partner in der Europäischen Union. Die ehemalige Kolonialmacht bietet nicht nur beliebte Urlaubsziele, hoch entwickelte Dienstleistungen und Produktionszweige. Das Land ist auch Brücke in die spanischsprachige Welt, außerdem kontrolliert es einen wichtigen Zugang nach Europa.

»In Deutschland leben heute rund 130.000 Spanier, die ein gutes Beispiel für Integration ohne Aufgabe der eigenen kulturellen Identität darstellen«, heißt es auf der Website der Deutschen Botschaft in Spanien, »umgekehrt leben nach neueren Schätzungen weit über 500.000 deutsche Staatsangehörige dauerhaft, d.h. länger als drei Monate im Jahr, in Spanien«.

Die jüngste Banken- und Währungskrise ist in Spanien indessen noch nicht überwunden, und die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien werden im übrigen Land als bedrohlich empfunden. Die Arbeitslosenquote liegt bei über 20%, und die Staatsverschuldung wächst weiter. – Wie beeinflussen diese Gegebenheiten die spa-nische Sicht auf das seit 26 Jahren wiedervereinte Deutschland und die Deutschen?

Der Eintritt ist frei. Anmeldung per E-Mail erbeten an protokoll@osnabrueck.de. Weitere Informationen unter www.friedensgespraeche.de, Tel. 0541 969-4668.

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.