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Presseinformation
21. April 2016

 

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Der Terror der Gotteskrieger

Friedensgespräch über islamistischen Dschihadismus

Der sogenannte »Islamische Staat« und die Herausforderung für die Gesellschaften des Westens durch dessen militärische Eroberungen, Vertreibungen und brutale Terrorattacken sind Thema des nächsten Osnabrücker Friedensgesprächs am Mittwoch, 27. April, 19 Uhr, in der Schlossaula.

Die Journalisten Christoph Reuter und Yassin Musharbash sowie die Politikwissenschaftlerin Daniela Pisoiu diskutieren Ereignisse, Entwicklungen und Hintergründe im Zusammenhang mit dem »Islamischen Staat«. Die Gesprächsleitung hat Dr. Michael Kiefer vom Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück.

Die zeitweise als ISIS firmierende, militärisch und terroristisch agierende, sunnitische Miliz trat erstmals 2003 auf und kontrolliert heute Teile des Irak und Syriens. Im Juni 2014 proklamierte der IS einen Islamischen Staat. Der IS kämpft auch in Libyen und verübt Terroranschläge in Ländern seiner internationalen Kriegsgegner. Der IS-Anführer nennt sich Abu Bakr al-Baghdadi und beansprucht als Kalif die Rolle des politischen und religiösen Oberhaupts aller Muslime in der Nachfolge des Propheten Mohammed.

Eine internationale Staatenallianz, zu der die USA, Frankreich, aber auch Deutschland und weitere westliche und arabische Staaten zählen, bekämpft den IS mit Luftangriffen. Russland beteiligt sich im Rahmen seiner Stützung des Assad-Regimes.

Neben den jüngst in Paris und Brüssel verübten Terroranschlägen alarmiert Europa vor allem die Tatsache, dass der IS hier bis zu 5.000 freiwillige »Dschihadisten« rekrutieren konnte, davon 1.700 aus Frankreich, je 760 aus Deutschland und Großbritannien, 470 aus Belgien und jeweils 300 Personen aus Österreich und Schweden. Größere Zahlen ausländischer Kämpfer des IS werden aus Tunesien (6.000), Saudi-Arabien (2.500), Russland (2.400), der Türkei (2.100) und Jordanien (2.000) stammend vermutet.

Christoph Reuter ist SPIEGEL-Reporter. Nach seinem Studium der Islamwissenschaft, Politologie und Germanistik berichtete er für verschiedene Medien aus der islamischen Welt mit Schwerpunkt Naher Osten und Afghanistan. 2015 erschien sein Buch »Die schwarze Macht. Der Islamische Staat und die Strategen des Terrors«.

Daniela Pisoiu forscht am Österreichischen Institut für Internationale Politik. Zuvor war sie am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg tätig. Sie absolvierte ein Jurastudium in Cluj-Napoca / Rumänien und ein Master-Studium an der Diplomatischen Akademie und der Universität Wien. 2010 wurde sie mit einer Studie über die Radikalisierung islamischer Jugendlicher in Europa promoviert.

Yassin Musharbash ist Redakteur im Ressort Investigativ der ZEIT. Aufgewachsen in Bad Iburg, studierte er Arabistik und Politologie in Göttingen und Ramallah/Palästina, bevor er als Journalist u.a. für die taz, Jordan Times und SPIEGEL-online tätig wurde.

 

 
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