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Presseinformation
22. September 2015

 

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Europa und das Vergessen

Friedensgespräch am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober 2015

Den 25. Jahrestag der 1990 erzielten staatlichen Einheit von ›alter‹ BRD und DDR begehen Stadt und Landkreis Osnabrück gemeinsam mit der Universität ein weiteres Mal mit einem Osnabrücker Friedensgespräch unter dem Motto »Europa sieht Deutschland«. Dazu wird der Schweizer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Adolf Muschg am 3. Oktober im Kreishaus, Am Schölerberg 1, erwartet.

Muschg stellt seinen Festvortrag, der um 11 Uhr im Großen Sitzungssaal beginnen wird, unter den Titel »Europa und das Vergessen«. Der Neuen Zürcher Zeitung sagte Adolf Muschg: »Europa ist heute das Gegenteil einer idealen Konstruktion, aber es ist ein politischer Versuch, aus der Geschichte zu lernen, aus einer sehr anhänglichen, destruktiven Geschichte«. Erinnern und Vergessen spielten dabei eine besondere Rolle: »Wir müssen neue Formen politischer Bündnisfähigkeit untereinander entwickeln, und auch der Konfliktfähigkeit unter uns«, betont der Schweizer. Er fordert die Europäer dazu auf, »im Problem des anderen ein eigenes zu erkennen, statt das Problem mit ihm abzuwehren, auszutreiben«.

Adolf Muschg, geboren 1934 im Kanton Zürich, studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Zürich und Cambridge und promovierte über Ernst Barlach. Er war als Lehrer und Hochschullehrer an der Universität Göttingen, in Japan und den USA tätig. Von 1970 bis 1999 lehrte er als Professor für deutsche Sprache und Literatur an der ETH Zürich. Muschg ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und amtierte von 2003 bis Dezember 2005 als deren Präsident. Für sein schriftstellerisches Werk wurde Adolf Muschg vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2015 mit dem Schweizer Grand Prix Literatur. 2014 erschien von ihm der Band »Im Erlebensfall. Versuche und Reden 2002-2013«.

Die Veranstaltung wird geleitet von Prof. Dr. Christoph König, Professor für neuere und neueste deutsche Literatur an der Universität Osnabrück. Der Eintritt ist kostenlos. Anmeldungen nimmt der Landkreis unter Tel. 0541 501 2069 entgegen.

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.