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Presseinformation
13. Oktober 2014

 

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Können Religionen tolerant sein?

Margot Käßmann und Jan Assmann erörtern die Spannung zwischen Glauben und Toleranzgebot

Religionen versprechen Erlösung, Trost, Liebe. Im Gegensatz dazu erlebt die Welt aktuell, wie Religionen und Religionsangehörige als Gewaltakteure und Verächter Andersgläubiger agieren. Die Ansprüche der Glaubensgemeinschaften auf absolute Geltung ihrer Wahrheiten geraten in Konflikt miteinander - Sind sie auch fähig, einander zu tolerieren?

Am Dienstag, 21. Oktober, 19 Uhr, diskutieren im Kongress-Saal der Osnabrück-Halle diese und andere Fragen der Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Jan Assmann und die evangelische Theologin Margot Käßmann, die derzeit die Aufgabe einer Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017 wahrnimmt.

Jan Assmann war nach seinem Studium der Ägyptologie, Archäologie und Gräzistik in München, Heidelberg, Paris und Göttingen Stipendiat am Deutschen Archäologischen Institut in Kairo. Von 1976 bis 2003 lehrte er als Professor für Ägyptologie an der Universität Heidelberg, seither ist er Honorarprofessor für allgemeine Kulturwissenschaft an der Universität Konstanz. Er publizierte zahlreiche Schriften und wurde für sein Werk vielfach ausgezeichnet, darunter 2005 mit der Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität Jerusalem.

Margot Käßmann absolvierte ihr Studium in Tübingen, Edinburgh, Göttingen und Marburg und wurde 1985 zur Pfarrerin ordiniert. 1989 promovierte sie an der Ruhr-Universität Bochum, 1990 wurde sie Beauftragte für den Kirchlichen Entwicklungsdienst und von 1994 bis 1996 war sie Studienleiterin an der Ev. Akademie Hofgeismar. Danach war sie bis 1999 Generalsekretärin des Deutschen Ev. Kirchentages und von 1999 bis 2010 Landesbischöfin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. 2009 wurde sie zur Vorsitzenden des Rates der EKD gewählt, nach Rücktritt aus diesem Amt wurde sie 2010 zur Honorar-professorin an die Ruhr-Universität Bochum berufen.

Die Gesprächsleitung hat der Osnabrücker Theologe Prof. Dr. Reinhold Mokrosch.

 

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.