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Presseinformation
19. März 2014

 

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Über das Selbstverständnis von Soldaten heute

Friedensgespräch mit dem Wehrbeauftragten des Bundestages

»Soldat sein, heute. Einstellungen, Motivation und Selbstverständnis bei der Bundeswehr«, lautet das Thema des ersten diesjährigen Osnabrücker Friedensgesprächs. Dazu werden am Dienstag, 25. März, 19 Uhr, in der Universitätsaula im Schloss der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus, der Schriftsteller und Journalist Dirk Kurbjuweit und Prof. Dr. Angelika Dörfler-Dierken vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam erwartet.

100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs gibt es derzeit wieder Diskussionen um die Frage der Schuld an seinem Ausbruch. Haben solche Debatten eigentlich Bedeutung auch für Soldatinnen und Soldaten heute? Oder macht die Gewissheit, dass ihr Einsatz allenfalls im Rahmen internationaler humanitärer »Friedensmissionen« vorgesehen ist, solche Überlegungen überflüssig? Sind politisch-ethische Bedenken gegenüber Militäreinsätzen der Bundeswehr und ihrer NATO-Partner inzwischen ausgeräumt?

Wie gehen Soldaten heute mit dem Widerspruch um, den Frieden mithilfe militärischer Gewalt erreichen zu sollen? Wie reagieren sie auf persönliche Vorhaltungen und Kritik an der Bundeswehr? Als Verfassungsorgan steht die Bundeswehr politisch auf sicherer Grundlage. Nach dem Ende der Wehrpflicht muss die Armee allerdings verstärkt um Nachwuchs werben. Werden das Berufsbild und die Stellung der Bundeswehrangehörigen im Dienst und in der Öffentlichkeit dadurch gestärkt? Bald wird der Auslandseinsatz deutscher Soldaten in Afghanistan beendet sein. Betrifft die Diagnose »Posttraumatische Belastungsstörungen« nur einzelne Balkan- oder Afghanistan-»Veteranen« oder kann sie auch für unsere Gesellschaft und Deutschland als Ganzes gelten?

Um Auskünfte gebeten wird der Wehrbeauftrage Hellmut Königshaus, Jurist, ehemaliger Zeitsoldat und von 2004 bis 2010 FDP-Bundestagsabgeordneter, der auch Mitglied im Verteidigungsausschuss und im Untersuchungsausschuss zur Kunduz-Affäre war.

Gesprächspartnerin ist Prof. Angelika Dörfler-Dierken, »Quereinsteigerin« bei der Bundeswehr: Nach Dozenturen an den Universitäten Heidelberg und Hamburg leitete die Theologin ab 2003 ein Forschungsprojekt am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr im brandenburgischen Strausberg. Heute ist sie Direktorin am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

Mit dem Roman »Kriegsbraut« hat sich der SPIEGEL-Journalist und dritte Podiumsgast Dirk Kurbjuweit 2011 zum Thema Soldatsein zu Wort gemeldet. Dem Roman wird bescheinigt, er sei »voller Informationen und voller Einsichten in reale Umstände und Probleme der deutschen Soldaten in Afghanistan«.

Moderiert wird das Friedensgespräch von Prof. Dr. Arnulf von Scheliha vom Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Universität Osnabrück.

 

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.