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Presseinformation
28. November 2012

 

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Anteil alter Menschen steigt weltweit

Friedensgespräch in Kooperation mit HelpAge Deutschland

Was heute vielfach noch verdrängt wird, wird die Menschheit in naher Zukunft vor große Probleme stellen: 2050, in wenigen Jahrzehnten, wird es mehr Alte über 60 geben als Kinder unter 15 Jahren. Diese demografische Entwicklung betrifft auch und gerade die Entwicklungsländer, in denen dann 80% der über 60-Jährigen leben werden. Zu den aktuellen Problemen kommen dann Anforderungen an Politik und Gesellschaften, die selbst in den wirtschaftlich starken Ländern des Nordens den sozialen Frieden in Frage stellen. Dieser Problematik ist ein Friedensgespräch im Kongress-Saal der OsnabrückHalle am Mittwoch, 5. Dezember, 19 Uhr, gewidmet.

Henning Scherf, Schirmherr der Hilfsorganisation HelpAge Deutschland und früherer Regierungschef in Bremen, wird deutscher Teilnehmer des international besetzten Podiums sein, dem außerdem der UN-Diplomat Craig Mokhiber sowie mit Vladimir Spidla der langjährige EU-Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit angehören werden.

Mokhiber vertritt das von der Südafrikanerin Navi Pillay geleitete UN-Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf und wird die Aktivitäten auf UN-Ebene vorstellen, mit denen die politische und rechtliche Position alter Menschen künftig gestärkt werden sollen.

Vladimir Spidla, politischer Weggefährte Vaclav Havels, wird besonders die Situation in den osteuropäischen EU-Mitgliedsländern und darüber hinaus beleuchten, während Henning Scherf, der an einem Bericht über Altersdiskriminierung für eine Expertenkommission des Bundes mitarbeitet, die Situation alter Menschen bei uns in den Blick rücken wird. Die Diskussion wird geleitet von der TV-Journalistin Pinar Atalay, bekannt als Moderatorin der "Phoenix-Runde" und des NDR.

Egal wo: alten Menschen begegnet allzu oft das Misstrauen, sie würden nur noch »Geld kosten«, und zwar je mehr, desto älter sie würden. So wird auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern regelmäßig über das Renteneintrittsalter, die Gefahr von Altersarmut und Probleme der Altenpflege als Bestandteile des sogenannten »Generationenvertrages« gestritten. In vielen Entwicklungsländern sind die tiefgreifenden demografischen Veränderungen - hin zu einer Vielzahl von Alten, die im Notfall kein soziales Netz auffängt - heute schon Realität oder für die nächsten Jahre absehbar. Die EU hat für 2012 das »Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen« ausgerufen. Und bei den Vereinten Nationen wird intensiv beraten, wie die Interessen älterer Menschen weltweit gewahrt werden können.

Geben die westlichen Industrienationen ein Beispiel, was den Umgang mit alten Menschen angeht? Lässt sich im Gegenzug lernen von den Generationenbeziehungen in den Entwicklungs-ländern? Was muss geschehen, damit das Verhältnis von Alt und Jung nicht von Ängsten beherrscht wird? Und wie kann die Politik weltweit reagieren, um diese Jahrhundert-Herausforderung zu bewältigen?

 

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.