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Presseinformation
8. März 2012

 

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Rätselhaftes Land – unberechenbare Politik?

Nord- und Südkorea seit 60 Jahren getrennt

Am Mittwoch, 14. März, 19 Uhr, starten die Osnabrücker Friedensgespräche ihr diesjähriges Programm mit einer Podiumsveranstaltung zum Thema »Korea – von feindlicher Ko-Existenz zur Einheit?« im Ratssitzungssaal des Rathauses.

Nachrichten von der koreanischen Halbinsel erscheinen nicht selten unverständlich bis kurios. An der Grenze zwischen Nord- und Südkorea findet seit Jahrzehnten ein symbolisches Kräftemessen in Form von Provokationen, Schikanen und Propagandaaktionen statt. Durch Befahren, Befischen und Beschießen umstrittener Küstengewässer wurden immer wieder die Gefahren eines heißen Krieges heraufbeschworen. Dagegen verblüfft das jüngste Angebot Nordkoreas, im Tausch gegen 20.000 Tonnen Babynahrung über die Fortsetzung der Nuklearrüstung zu verhandeln, die Welt, ebenso wie die Nachricht, dass Südkoreaner in diesem Winter Ballons mit Tausenden von Stricksocken nach Nordkorea fliegen ließen, versehen mit einer, wie es hieß, »politisch unverfänglichen« Botschaft.

Wie werden, lange nach Ende des Kalten Krieges, in Korea die Zeichen der Zeit verstanden? Verfestigen Großmächte und Nachbarstaaten noch den Status quo, oder können sie dazu beitragen, beide Koreas und ihre Bevölkerungen einander näher zu bringen?

Für Hartmut Koschyk, im Hauptberuf Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium, gibt es deutliche Parallelen zu den deutsch-deutschen Beziehungen zwischen der alten Bundesrepublik und der einstigen DDR. Der CSU-Politiker und langjährige Generalsekretär des Bundes der Vertriebenen ist auch als Vorsitzender der deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe des Bundestages und Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft mit Nord- und Südkorea vertraut.

Über tiefere Einblicke in den Alltag und die Lebensweise der Nordkoreaner und ihrer chinesischen Nachbarn verfügt auch die Berliner Landschaftsplanerin und Umweltwissenschaftlerin Dr.-Ing. Karin Janz. Sie leitete viele Jahre Projekte für die deutsche Entwicklungshilfeorganisation GTZ in China und für die Deutsche Welthungerhilfe e.V. in Nordkorea.

Dritter Gast auf dem Podium ist die gebürtige Koreanerin Prof. Dr. Eun Jeung Lee, die in Göttingen und Halle/Saale ihr Studium der Soziologie, Politikwissenschaft und Ethnologie absolvierte und damit ihre wissenschaftliche Laufbahn in Deutschland startete. Seit 2008 leitet sie das Institut für Koreastudien an der Freien Universität Berlin. Sie führte u.a. Forschungsprojekte zur deutschen Vereinigung im Auftrag südkoreanischer Institutionen durch.

Das Friedensgespräch wird geleitet von Prof. Dr. György Széll von der Universität Osnabrück.

 

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.