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Presseinformation
22. Juni 2011

 

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Friedensratschlag zum Welthunger

Bevölkerungswachstum, Klimawandel und Agrarpolitik Themen beim Friedensgespräch

Im Jahr 2000 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen feierlich acht »Milleniumsziele«, die bis 2015 erreicht werden sollten. Eines dieser Ziele forderte, den Anteil der Hungernden und Unterernährten gegenüber dem Stand von 1990 zu halbieren. Das Ziel blieb unerreicht: 2009 meldete die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) mit mehr als 1 Milliarde Hungerleidender den höchsten Wert seit 1970. Zuletzt war es die aktuelle Wirtschaftskrise, die mit starken Preisanstiegen für Nahrungsmittel das Los der Armen erschwerte. Die weit verbreitete und in vielen Ländern durch ein zahlenmäßig starkes Wachstum der Bevölkerung noch vermehrte Armut ist das Hauptkennzeichen der Betroffenen. Aber auch klimatische Veränderungen durch übermäßige oder ausbleibende Niederschläge und mangelnde Ressourcen, dem zu begegnen, besiegeln als äußere Faktoren oftmals das Schicksal der Hungernden.

Eine der Antworten auf die wiederkehrenden Hungerkatastrophen ist die Empfehlung, die landwirtschaftliche Produktion in den Ländern der Dritten Welt zu intensivieren und dabei auch zeitgemäße agrarindustrielle Möglichkeiten zu nutzen, zu denen z.B. gentechnisch veränderte Neuzüchtungen von Ertragspflanzen gehören. Können Befürchtungen hinsichtlich möglicher Umweltschäden hier zurückgestellt werden? Die Hauptexportnationen in Nordamerika und der EU, darunter Deutschland, sehen sich unterdessen dem Vorwurf gegenüber, die Märkte im Süden mit subventionierten Agrarprodukten kaputt zu machen.

Wo die Not der Hungernden am größten ist, weiß die Präsidentin der Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe e.V., die frühere Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. Sie wird beim Friedensgespräch am Mittwoch, den 29. Juni, 19 Uhr, in der Aula der Universität im Schloss auf dem Podium erwartet, zusammen mit der ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Wieczorek-Zeul und GRÜNEN-Politikerin Dr. Uschi Eid. Als dritter Gesprächspartner wird Jochen Flasbarth, Chef des Umweltbundesamtes und früherer Präsident des Naturschutzbundes Deutschland e.V., auf dem Podium Platz nehmen. Unter Leitung von Klaus Jongebloed, Redakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung, diskutieren die Experten die Ursachen der anhaltenden Hungerproblematik und mögliche Wege aus dem Dilemma.

 

 

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.