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Presseinformation
31. Mai 2011

 

Medienpartner
Ägypten und die arabische Welt im Umbruch

Morgen Friedensgespräch im Rathaus

Gespannt beobachten Menschen, Medien und Politik in ganz Europa und der Welt die politische Entwicklung in den südlichen Mittelmeer-Anrainerstaaten und in weiteren, bisher als entwicklungsrückständig geltenden arabischen Ländern. Ein Friedensgespräch am Mittwoch, 1. Juni, 19 Uhr, im Osnabrücker Rathaus bietet nun Informationen und Einschätzungen zur Lage.

Derzeit scheint die ganze arabische Welt im Umbruch, mit Ägypten als Zentrum und Testfall. Welchen Verlauf die Volksbewegungen in den südlichen Mittelmeer-Anrainerstaaten und in weiteren arabischen Ländern nehmen, ist für Europa von größter Bedeutung. In Ägypten ist ein Übergang zur Demokratie angekündigt, während im Jemen, in Syrien und Libyen diktatorische Machthaber ihre Regimes mit Armee, Polizei und Geheimdiensten verteidigen. Erörtert werden soll, wer die Akteure der Oppositionsbewegungen sind und welche Ziele sie verfolgen.

Offen scheint derzeit, wie die Chancen der Länder Arabiens stehen, zu demokratischen Gemeinwesen nach europäischem Verständnis zu werden, und ob radikale religiöse Organisationen demokratische Entwicklungen verhindern können. Für den ursprünglich als Podiumsteilnehmer angekündigten ägyptischen Politikwissenschaftler Amr Hamzawy, der wegen dringender Verpflich-tungen in Ägypten kurzfristig seine Teilnahme absagen musste, werden Dr. Helga Baumgarten, Politik-Professorin an der Birzeit-Universität in Ramallah, und Taoufik Ben Amara, ehemaliger UNO-Koordinator in Afrika und Nahost auf dem Podium Platz nehmen.

Helga Baumgarten lebt mit ihrer Familie seit 18 Jahren in Palästina, vertritt dort den Deutschen Akademischen Austauschdienst, forschte u.a. über politische Bewegungen wie Hamas und Fatah und beobachtet den arabischen Raum Vorderasiens und Nordafrikas. Zuvor war Baumgarten am Deutschen Orient-Institut in Hamburg tätig.

Taoufik Ben Amara stammt aus Tunesien und arbeitete 28 Jahre in leitenden Funktionen für das UN-Entwicklungshilfeprogramm UNDP u.a. in Syrien, Ägypten und Jordanien. Heute engagiert er sich für engere Kooperationen zwischen Europa und seine Nachbarstaaten am Mittelmeer.

Mit den Verhältnissen in Ägypten ist insbesondere auch die Politologin Prof. Dr. Cilja Harders vertraut. Sie untersuchte in verschiedenen Stadtteilen Kairos die »urbane Armut und politische Partizipation« . Harders leitet seit 2007 die Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients an der Freien Universität Berlin und war zuvor Wiss. Assistentin an der Uni Münster und Juniorprofessorin in Bochum. Die Gesprächsleitung hat der Osnabrücker Politikwissenschaftler und Friedensforscher Prof. Dr. Ulrich Schneckener.

 

 

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.