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Presseinformation
28. April 2011

 

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Afrika als Demokratie-Experiment?

Friedensgespräch mit Klaus Töpfer und Neville Alexander

In Südafrika fanden 1994 erstmals freie Parlamentswahlen statt, nachdem das Apartheid-Regime der weißen Minderheit niedergerungen war. Auch in anderen Teilen des Kontinents haben Umwälzungen der überkommenen postkolonialen Machtverhältnisse stattgefunden. Oder sie beginnen gerade, wie jetzt in den Ländern nördlich der Sahara.

Selten führte der Fortschritt allerdings geradewegs zu Bilderbuch-Demokratien, im Gegenteil: Auch Bürgerkriege, ethnische Verfolgungen bis hin zu Genoziden und verfallende Staatlichkeit markieren die politischen Entwicklungen in Afrika.

Klaus Töpfer hat als Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) von 1998 bis 2006 in Nairobi gearbeitet und war ein Beobachter aus der Nähe. Heute leitet der frühere Bundesumweltminister das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam, sowie eine nach dem Atom-Gau in Fukushima einberufene deutsche Ethikkommission zu Atomfragen.

Töpfer kommt nach Osnabrück, um hier Prof. Dr. Neville Alexander, den Inhaber der Gastprofessur »Frieden und globale Gerechtigkeit« an der Universität Osnabrück, zum Gedankenaustausch im Rahmen eines Osnabrücker Friedensgespräches zu treffen. Dazu laden am Mittwoch, 4. Mai um 19 Uhr, Universität und Stadt Osnabrück alle Interessierten herzlich in die Aula der Universität im Schloss ein. Die Gesprächsleitung hat der Osnabrücker Politologe Prof. Dr. Roland Czada.

Neville Alexander ist nicht nur in Südafrika ein bekannter Mann: Er gehörte wie Nelson Mandela zu den Männern der ersten Stunde, die in den 1950er Jahren den Kampf gegen die Rassentrennung in seiner Heimat aufnahmen - und dafür mit harter Verfolgung und langen Gefängnisstrafen büßen mussten. Alexander schaffte es allen Widerständen zum Trotz, eine akademische Laufbahn einzuschlagen, auch mit deutscher Hilfe. Von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung erhielt er ein Stipendium für ein Aufbaustudium in Tübingen, wo er 1961 über Gerhard Hauptmann promovierte.

Im laufenden Semester ist Neville Alexander in Osnabrück als Gastprofessor tätig und soll der Friedensforschung hier neue Impulse geben. Gefördert wurde diese Gastprofessur von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Deutschen Stiftung Friedensforschung, der Stiftung Westfalen-Initiative und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst.

 

 

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.