Über die Friedensgespräche Friedensstadt Osnabrück Alle Veranstaltungen & Gäste musica pro pace
Startseite Newsletter Impressum Kontakt
   

Presseinformation
14. März 2011

 

Medienpartner
25 Jahre Osnabrücker Friedensgespräche

Neues Programm beginnt am 15. März

Vor 25 Jahren erfanden der damalige Oberbürgermeister Carl Möller und der Sozialethiker Prof. Dr. Manfred Spieker von der Universität die Osnabrücker Friedensgespräche. Seit 1992 besteht ein förmlicher Vertrag zwischen Uni und Stadt, der die Kooperation regelt. Ein Wissenschaftlicher Rat plant das Jahresprogramm, das in diesem Jahr am Dienstag, 15. März, mit einer Expertenrunde zum Thema »Männlichkeit, Ehre und Gewalt« beginnt.

In der renovierten Schlossaula begegnen sich am 15. März, 19 Uhr, die Historikerin Ute Frevert, der Bremer Sozialwissenschaftler Gunnar Heinsohn und der in Berlin lebende Schauspieler und Theaterpädagoge Yilmaz Atmaca, um über Gewalt, Männlichkeit und Ehre zu diskutieren. Dabei geht es um Ehrbegriffe, Konzeptionen von Männlichkeit und Jugendgewalt, ihre Ursachen und mögliche Problemlösungen. Anlass gaben häufige Berichte über scheinbar grundlose Attacken vorwiegend männlicher Jugendlicher auf Gleichaltrige in Schulen und Diskotheken, auf Fahrgäste in U-Bahnen und auf Passanten im öffentlichen Raum.

Am 4. Mai ist ein Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Klaus Töpfer geplant. Sein Gesprächspartner wird der südafrikanische Germanist und Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Neville Alexander sein, der wegen Hochverrats zusammen mit Nelson Mandela auf der berüchtigten Gefängnisinsel Robben Island inhaftiert war. Seit der Abschaffung des Apartheidsregimes widmet Alexander sich vor allem bildungspolitischen und Erziehungsfragen in Südafrika. Neville Alexander ist derzeit Inhaber der Gastprofessur »Frieden und globale Gerechtigkeit« an der Uni Osnabrück.

Die politische Entwicklung in Ägypten und im ganzen arabischen Raum war Anlass für ein Friedensgespräch, zu dem am 1. Juni der Politikwissenschaftler und Journalist Dr. Amr Hamzawy erwartet wird. Er ist Forschungsdirektor der Carnegie-Stiftung für den Frieden und war zuvor langjährig an der Freien Universität Berlin tätig. Er ist Mitglied im neugegründeten »Rat der Weisen« in Kairo und beteiligt sich dort an der Arbeit für eine Erneuerung des politischen und parlamentarischen Lebens. Gespr#ächspartnerin ist die Leiterin der Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Cilja Harders.

Unter dem Titel »Genug Brot für die Welt? Bevölkerungswachstum, Klimawandel und Ernährungskrise« widmet sich ein Friedensgespräch am 29. Juni den Fragen nach friedensfördernden künftigen Produktion und (bedarfs-)gerechten Verteilung von Nahrungsmitteln, wobei drohende Klimaveränderungen und die Herausforderung durch die Gentechnik weitere Aspekte sind. Als Gäste werden erwartet: die Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe e.V., Bärbel Dieckmann, Dr. Uschi Eid, frühere Staatsekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und Jochen Flasbarth, der Präsident des Umweltbundesamtes.

Noch offen ist, wer am 3. Oktober, 11 Uhr, den jährlichen Festvortrag am Tag der Deutschen Einheit halten wird, zu dem in das Kreiszentrum am Schölerberg eingeladen wird. Nach einer kurzfristig eingegangenen Absage von Lech Walesa laufen weitere Anfragen.

Am 25. Oktober, dem Osnabrücker Friedenstag, an dem vor dann 363 Jahren der Westfälische Friede verkündet wurde, findet ein Friedensgespräch aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Veranstaltungsreihe statt. In der OsnabrückHalle wird Altbundespräsident Roman Herzog mit einem Festvortrag zum Thema »Idee und Realität Europas« zum Jubiläum beitragen. Weitere Einzelheiten des Abends werden rechtzeitig bekannt gegeben. An den Westfälischen Frieden erinnert auch das Konzert »musica pro pace«, das am 12. und 14. November 2011, jeweils 20 Uhr, im Dom zu Osnabrück gegeben wird. Das Osnabrücker Symphonieorchester, der Osnabrücker Domchor und der Osnabrücker Jugendchor unter Leitung von Hermann Bäumer werden zwei friedensmusikalische Kompositionen zu Gehör bringen: die »Sinfonie Nr. 1. - Versuch eines Requiems« von Karl Amadeus Hartmann, entstanden 1935-36 und 1954-55, sowie Anton Bruckners »Messe Nr. 2 e-Moll«.

 

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.