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20. Mai 2009

 

 
 
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Neuorientierung der Weltmacht USA ?

Erwartungen an Präsident Obama Thema beim Osnabrücker Friedensgespräch

Am Dienstag, 26. Mai 2009, 19 Uhr, kommt es zu einer transatlantischen Begegnung bei den Friedensgesprächen in der Aula der Universität im Schloss: der US-amerikanische Politologe Dr. Jackson Janes soll Auskünfte geben über die Fähigkeiten der USA zu einer außenpolitischen Runderneuerung unter Präsident Barrack Obama. Sein Gesprächspartner, der SPD-Politiker Karsten D. Voigt, ist als Beauftragter des Auswärtigen Amtes ein langjähriger Beobachter des deutsch-amerikanischen Verhältnisses.

US-Präsident George Bush standen am Ende seiner Amtszeit nicht nur die Amerikaner, sondern von Anfang auch die Deutschen kritisch gegenüber. Er war es, der angesichts der Terroranschläge vom September 2001 die »Solidarität« der NATO-Staaten einforderte und den Krieg in Afghanistan begann. In seine Amtszeit fiel auch der Krieg im Irak, nebst abfälligen Bemerkungen über das »alte Europa«, die Erfindung der »Achse des Bösen« sowie den Skandalen von Guantanamó und Abu Ghraib. Mit dem Präsidentschaftskandidaten Barrack Obama und seinem Schlachtruf »Yes, we can!« verbindet sich nun eine Heilserwartung, an der schon alle Kommentatoren den sympathischen politischen Senkrechstarter aus den Reihen der US-Demokraten vorsorglich scheitern sahen. Aber nach den ersten einhundert Tagen im Amt ist Obama keineswegs »entzaubert«. Die von ihm ergriffenen Schritte zur Überwindung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch seine Gesprächsangebote an den Iran und seine Mahnungen an Israelis und Palästinenser, ernsthaft den Frieden anzustreben, genießen weiter hohe Glaubwürdigkeit.

Jackson Janes ist Direktor des American Institute for Contemporary German Studies an der Johns Hopkins University in Washington. Er studierte in Freiburg, Giessen und Tübingen, wo er bis 1980 das Deutsch-Amerikanische Institut leitete. Anschließend war er Direktor des German Marshall Fund of the United States in Bonn. Von 1986 bis 1988 war Janes an der University of Pittsburgh tätig. Er engagiert sich seit Jahrzehnten für die deutsch-amerikanischen Beziehungen und berät Institutionen der US-Außenpolitik und der transatlantischen Zusammenarbeit. Janes ist zudem gefragter Kommentator für Rundfunk, TV und Presse in Deutschland und in den USA.

Karsten D. Voigt hat seit 1999 das Amt des Koordinators für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt inne. Er studierte Geschichte, Germanistik und Skandinavistik in Hamburg und Frankfurt. Von 1969 bis 1973 war er Vorsitzender der Jungsozialisten, weitere Funktionen in seiner Partei folgten. Von 1976 bis 1998 war Voigt Mitglied des Bundestages, von 1977 bis 1998 Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO und von 1994-1996 deren Präsident. Von 1983 bis 1998 war Voigt außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Er engagiert sich u.a. im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und im Kuratorium des Berliner Aspen-Institutes.

Das Friedensgespräch wird geleitet von Prof. Dr. Rainer Eisfeld von der Universität Osnabrück.

 
Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V.