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Presseinformation
23. Oktober 2008

 

Klimapolitik trifft Forschung zum Friedensgespräch

Bundesminister Sigmar Gabriel und Klimaforscher Mojib Latif im Dialog

Der »Klimawandel« gilt inzwischen als unbestreitbare Tatsache: Neueste Meldungen prognostizieren eine zunehmende Beschleunigung der Erderwärmung, des Abschmelzens der Eiskappen am Nordpol sowie der alpinen Gletscher. Zu den befürchteten Folgen zählen weltweite Hochwasser- und Unwetterkatastrophen. Der auftauende Permafrostboden, die landwirtschaftliche Tierproduktion und der Reisanbau setzen das klimaschädliche Methangas frei. Aber auch vor Ernährungskrisen, Trinkwasserknappheit und massenhaften Flucht- und Wanderungsbewegungen, die in ethnische Konflikte und Bürgerkriege münden könnten, wird gewarnt. Im Blickpunkt der beeinflussbaren Ursachen der Klimaveränderung stehen vor allem der Betrieb von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, konventionelle häusliche Heizanlagen, industrielle Emissionen und Kohlekraftwerke.

Die Politik zeigt sich weltweit zum Handeln entschlossen. So erklärte Bundesminister Sigmar Gabriel noch zu Jahresbeginn im Deutschen Bundestag: »Unser Ziel ist es, die deutschen Treibhausgas-Emissionen im Rahmen eines anspruchsvollen internationalen Klimaschutzabkommens bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent unter das Niveau des Jahres 1990 zu bringen«.

Klimaforscher Mojib Latif sieht dagegen keinen Anlass zur Entwarnung. Er wird mit der aktuellen Vorhersage zitiert: »Bei der momentanen Zunahme der weltweiten Treibhausgas-Emissionen müssen wir mit einer globalen Erwärmung von etwa vier Grad Celsius bis 2100 rechnen.«

Am Dienstag, den 28. Oktober, 19 Uhr, treffen im Kongress-Saal der OsnabrückHalle der Klimaforscher und der Ressortminister zusammen, um über den Zusammenhang von »Klimawandel und Weltfrieden« zu diskutieren. Moderiert wird das Friedensgespräch von Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl vom Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück.

Sigmar Gabriel amtiert seit 2005 als Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Von 1999 bis 2003 war der 1959 in Goslar geborene Politiker Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Der ausgebildete Gymnasiallehrer und Pädagoge in der Erwachsenenbildung zog 1990 als Abgeordneter in den Niedersächsischen Landtag ein, dem er bis 2005 angehörte. Seither ist er Abgeordneter des Deutschen Bundestages im Wahlkreis Salzgitter / Wolfenbüttel.

Prof. Dr. Mojib Latif ist seit 2003 Professor für Ozeanzirkulation und Klimadynamik am Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR, dem früheren Institut für Meereskunde. Er wurde 1954 als Sohn eines pakistanischen Moscheegeistlichen in Hamburg geboren. Nach einem Studium der Betriebswirtschaft studierte er von 1976 bis 1983 Meteorologie an der Universität Hamburg. 1987 promovierte er in Ozeanographie. Seit 1983 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und nach seiner Habilitation 1989 als Privatdozent am Max-Planck-Institut in Hamburg.

Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V