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Presseinformation
18. Oktober 2007

 

Keine Zukunft ohne Zusammenarbeit

Ägyptischer Religionsminister Zakzouk beim Osnabrücker Friedensgespräch

Das Verhältnis der Weltreligionen zueinander und insbesondere die Beziehungen des Westens zum Islam sind Thema beim Friedensgespräch im Kongress-Saal der Stadthalle um 19 Uhr am Donnerstag, 25. Oktober, dem Osnabrücker Friedenstag, an dem sich die Verkündung des Westfälischen Friedens zum 359. Mal jährt. Mit dem ägyptischen Regierungsmitglied Prof. Dr. Mahmoud Hamdi Zakzouk erwarten die Organisatoren einen hochrangigen Gast.

Prof. Zakzouk ist eine Schlüsselgestalt im religiösen Leben Ägyptens. Er amtiert seit mehr als zehn Jahren als Minister für Religiöse Angelegenheiten und übt in dieser Funktion die staatliche Aufsicht über jenen Teil der Moscheen des Landes aus, die auch staatliche Finanzierung erhalten. Daneben ist Zakzouk als Präsident des Obersten Islamischen Rates der Arabischen Republik Ägypten die zweithöchste muslimische Autorität. Mit Deutschland verbinden Minister Zalzouk insbesondere sein 1968 in München mit dem Erwerb des Doktorgrades beendetes Philosophiestudium sowie seine Gattin, eine gebürtige Hamburgerin.

Seine akademische Laufbahn begann als Professor für Philosophie der Al Azhar Universität in Kairo. Gastprofessuren in Libyen und in Katar folgten, bevor er 1995 zum Vizepräsidenten der Al Azhar Universität berufen wurde. 1997 erhielt Dr. Zakzouk den Ägyptischen Staatspreis für Geisteswissenschaften. Er ist auch Präsident der Ägyptischen Philosophischen Gesellschaft, Mitglied der Islamischen Forschungsakademie in Kairo sowie Mitglied in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Salzburg.

Sein Festvortrag zum Osnabrücker Friedenstag im Rahmen der Friedensgespräche wird Antworten aus ägyptischer Sicht auf die Frage bieten, wie islamischer Glaube, islamisches Recht und islamische Identitätspolitik den europäischen Gesellschaften in friedlichem Austausch und gegenseitigem Nutzen begegnen können.

Ägypten selbst stellt sich als ein Land voller innerer Widersprüche dar: Unter den Bedingungen eines rapiden Bevölkerungswachstums macht eine islamistische Opposition Druck auf die dem Westen verbundene Regierung, die ihrerseits hierzulande zu manchen kritischen Fragen nach der Einhaltung menschenrechtlicher und demokratischer Standards in Ägypten Anlass gibt.

George Khouri (Deutsche Welle, Köln) und Dr. Christoph Haverkamp (Neue OZ) werden darüber im Anschluss an den Vortrag des Ministers das Gespräch mit Dr. Zakzouk suchen, moderiert von Prof. Dr. Reinhold Mokrosch von der Uni Osnabrück.

 

Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V