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Presseinformation
26. September 2007

 

Europa: 50 Jahre Verhandlungsmarathon - 50 Jahre Frieden?

EU-Parlamentspräsident Pöttering beim Osnabrücker Friedensgespräch

Die Reihe der Friedensgespräche am Tag der Deutschen Einheit erwartet mit Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering erstmals einen deutschen Festvortragenden am Tag der Einheit, Mittwoch, 3. Oktober, 11 Uhr im Osnabrücker Rathaus. Unter dem Motto »Europa sieht Deutschland« waren seit 1998 Referenten aus den Nachbarländern zu Gast, um ihre Sicht auf das vereinte Deutschland zu präsentierten. Mit Pöttering amtiert nun derzeit ein Politiker aus dem Osnabrücker Land als Chef des Parlaments der Europäischen Union, das abwechselnd in Brüssel und Straßburg tagt. Diese Gelegenheit, die Verbindungen nach Europa zu stärken, sollte nicht ungenutzt bleiben.

1945 in Bersenbrück geboren, studierte Pöttering Rechtswissenschaften, Politik und Geschichte in Bonn, Genf und in den USA. 1974 wurde er mit einer Arbeit über die Verteidigungspolitik der Bundesregierung von 1955-1963 und die damalige Militärstrategie der USA in Bonn promoviert. 1976 folgte das zweite juristische Staatsexamen. Hans-Gert Pöttering ist seit 1979 Mitglied des Europäischen Parlaments für die Region Osnabrück, Emsland, Ostfriesland. Von 1994 bis 1999 war er stellvertretender Vorsitzender der Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament (Christlich-demokratische Fraktion) und stellv. Vorsitzender der Europäischen Demokraten (EVP-ED). Von 1984 bis 1994 war er Vorsitzender des Unterausschusses »Sicherheit und Abrüstung« des Europäischen Parlamentes. Von 1996 bis 1999 leitete Pöttering die Arbeitsgruppe »Erweiterung der Europäischen Union« der Fraktion von EVP und EVP-ED. Von 1999 bis 2007 war Pöttering Vorsitzender der EVP-ED Fraktion im Europäischen Parlament. Am 16. Januar 2007 wurde Hans-Gert Pöttering zum Präsidenten des Europäischen Parlamentes gewählt. Seit 1989 ist Pöttering zudem als Lehrbeauftragter der Universität Osnabrück verbunden, die ihn 1995 zum Honorarprofessor ernannte.

Lässt sich der häufig als mühsam und ineffektiv, ja kontraproduktiv kritisierte Prozess der europäischen Einigung und Erweiterung positiv als Friedensprozess beschreiben? Ist der Aufbau einer umfassenden europäischen Bürokratie zugleich eine Friedensgarantie für die Menschen Europas? Wird Europa zu einer »Friedensmacht«, die auf internationale Konflikte pazifizierend einwirken kann? Diesen und anderen europapolitischen Fragen wird sich der ranghöchste deutsche »Berufseuropäer« in seinem Festvortrag mit anschließender Diskussion widmen.

Die Gesprächsleitung hat Prof. Dr. Albrecht Weber vom Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück.

Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V