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Presseinformation
10. September 2007

 

Globale Herausforderungen für Erde und Menschheit

Jakob von Uexküll und Bianca Jagger am Sonntag beim Friedensgespräch im Schloss

Ihm verdankt die Welt den »Alternativen Nobelpreis«: Die von Jakob von Uexküll 1980 gegründete »Right Livelihood Foundation« zeichnet alljährlich vier Preisträger aus, die »beispielhafte und praktikable Lösungen anbieten für die dringendsten Herausforde-rungen, mit denen wir heute konfrontiert sind«, wie es in der Satzung der Stiftung heißt. Inzwischen wurden 123 Persönlichkeiten aus 56 Ländern ausgezeichnet. Seit kurzem treibt Uexküll eine neue Initiative um: Aus Enttäuschung über die weltweite Politik gründete er im Jahr 2004 in London den »World Future Council«, ein internationales überparteiliches Expertengremium, in dem neben erfahrenen »Weisen« auch »junge Führungspersönlichkeiten, Denker und Pioniere« die praktische Umsetzung zahlreicher neuer Konzepte und Ideen zur Bewältigung der Zukunftsprobleme der Menschheit vorantreiben wollen. Eine der mit dem Alternativen Nobelpreis Ausgezeichneten, die Menschenrechtsaktivistin Bianca Jagger, hat Uexküll inzwischen für den Vorsitz im Exekutivkommitee des Weltzukunftsrates gewinnen können.

Gemeinsam sind beide eingeladen, beim Osnabrücker Friedensgespräch am Sonntag, 16. September, ab 17.30 Uhr in der Aula der Universität im Schloss ihre persönliche Sicht auf die Nöte und Gefahren für Erde und Menschheit darzulegen. Auch ihr persönlicher Lebensweg wird dabei zur Sprache kommen. Jakob von Uexküll wurde 1944 in Uppsala / Schweden als Sohn des Journalisten Gösta von Uexküll und Enkel des deutschbaltischen Biologen Jakob von Uexküll geboren. Nach dem Studium der Philosophie, Politik und Ökonomie in England machte sich Uexküll zunächst als Philatelist einen Namen. Aus dem Verkaufserlös einer bedeutenden Briefmarkensammlung schaffte er die Anschubfinanzierung seiner Stiftung. Von 1984 bis 1989 war Uexküll Mitglied des Europäischen Parlaments.

Bianca Jagger stammt aus Nicaragua, wo sie 1950 geboren wurde. Zum Studium nach Frankreich gekommen, begegnete sie dem Rocksänger Mick Jagger, mit dem sie bis 1979 verheiratet war. Die politische Unterdrückung unter dem diktatorischen Somoza-Regime in Nicaragua und die Erfahrung der Folgen des dortigen Erdbebens von 1972, das Tausende von Todesopfern forderte, ließen Bianca Jagger zu humanitären und Bürgerrechtsbewegungen wie etwa Amnesty International, aber auch zu Initiativen für Natur- und Umweltschutz finden. Für ihr langjähriges und vielfältiges Engagement erhielt sie im Jahr 2004 den Alternativen Nobelpreis.

Die Diskussion wird geleitet von der TV-Journalistin Anke Plättner, die seit 2002 als Reporterin, Redakteurin und Moderatorin bei PHOENIX in Berlin tätig ist.

Unterstützt vom Förderkreis Osnabrücker Friedensgespräche e.V